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Farben und Formen des (Süd-) Westens

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Endlich wieder USA und das für ganze 6 Wochen cool. Das kann ja nur gut werden. Die ersten 2,5 Wochen war ich alleine mit drei Kindern unterwegs. Dann gabelten wir unseren Papa auf - kurz vor dem Yellowstone National Park. Und das sollte unser nächstes Highlight werden.

Prolog

Als klar war, dass ich meine Firma verlasse und auch noch eine Abfindung auf den Weg mitbekomme, war ebenfalls klar: Das Geld wird nicht nur in den Hausanbau gesteckt, nein auch wieder eine Reise in die USA wird damit finanziert. Die zweite Überlegung war, dass ich bei 6 Wochen Sommerferien diese ja nicht zu Hause verbringen muss, sondern das genauso gut in USA machen kann. Somit war die Entscheidung getroffen!!!

Unser Traum war mit einem 5th-Wheeler sowie Pick-up als Zugfahrzeug diese Fahrt zu machen. Leider aber fanden wir (zu diesem Zeitpunkt) keine Möglichkeit, so ein Gespann in USA zu mieten. Es gibt haufenweise private Vermieter für 5th-Wheeler, aber dazu benötigte man ja auch einen Pick-up. Und in den Verträgen der großen Mietwagenfirmen ist das Ziehen eines Anhängers ausdrücklich verboten. Aber während der Suche flatterte mir ein super Angebot für einen 32ft langen RV (Recreation Vehicle - Wohnmobil) ins Haus. Da griff ich dann gleich zu.

Nun hatte ich 1,25 Jahre Zeit zu planen....

Anreise

Der Wecker klingelte 1 Stunde vor der „normalen Aufstehzeit“. Alles verlief reibungslos und wir saßen bereits um 6:30 Uhr im Auto und erreichten zügig den Flughafen.
Leider funktionierte der Check-In am Automaten auch nach einigen Versuchen nicht (das gleiche Problem hatte ich bereits am Tag zuvor mit dem Online-Check-In). Also ab zum Schalter. Und auch hier hatte die Bodenstewardess einige Probleme uns einzuchecken. Keine Ahnung, warum? Auslöser war aber definitiv der Anschlussflug von LA nach Las Vegas. Erst nach mehreren Versuchen bekamen wir unsere Boardkarten und dann auch nur mit über den Flieger verstreuten Sitzen  für den Flug von Los Angeles nach Las Vegas, obwohl auch schon für dieses Flug Reservierungen vorlagen. Nun ja, das wollte ich in LA regeln.
Nun hatten wir keine Zeit mehr für einen Kaffee bei Starbucks. Also direkt durch die Security und ab zum Gate. Dort nutzen wir dann das Pre-boarding für Familien mit kleinen Kindern. In der Maschine war dann erst einmal die Enttäuschung bei meinem Jüngsten ganz groß, weil es kein Inseat-Entertainment gab, was er von unserer ersten Reise in diesem Jahr in den Nordosten gewöhnt war. Aber wir hatten genug Beschäftigungsmaterial (Nintendo) dabei, sodass der Flug auch ohne Inseat-Entertainment gut und ohne weiteres Gemaule verlief.

Auf Irrwegen

Der Himmel war bewölkt, so wie am Tag zuvor. Aber natürlich war es warm. Wir genossen ein schnelles Frühstück im Freien und schon um halb neun waren wir wieder einmal auf dem Weg zum Walmart. Beim Auspacken der Koffer und Einräumen des Fahrzeuges waren mir noch einige Dinge aufgefallen, die fehlten.
Und dieses Mal schafften wir es auch innerhalb 1,25 Stunden diesen riesigen Einkaufsladen wieder zu verlassen. Ich war nun beruhigt, denn alles wichtige war jetzt endlich an Bord, die Kinder hatten alle benötigten Schuhe und Kopfbedeckungen und so konnte es nun richtig los gehen.

Übernahme Wohnmobil

Um 5am klingelte der Wecker. Irgendwie war da nix mit Jetlag und so. Wahrscheinlich hatte sich mein Körper gedacht, er bleibt einfach in USA seit wir im Juni wieder zurückgeflogen sind. Die Jungs sind schnell aufgewacht, wir zogen uns an, packten die wenigen benötigten Sachen wieder zusammen und machten uns auf den Weg – nicht jedoch ohne ein paar Bilder des sehr schönen Sonnenaufgangs.

Ich hatte am Vorabend schon eruiert, dass es im ganzen Hotel keine Möglichkeit gab, vor 7am zu frühstücken. Um 7:30am holte uns aber der Shuttle von Moturis ab. Somit würde das ganz schön eng werden mit einem richtigen amerikanischen Frühstück. Und hetzen wollte ich am ersten Morgen ganz und gar nicht. Allerdings war am hinteren Hotelausgang, genau da, wo das Shuttle stehen sollte, auch ein Starbucks, der laut Information, auch 24h rund um die Uhr aufhaben sollte.
Also schafften wir das Gepäck dort hin. Während die Jungs dort warteten, ging ich noch schnell auschecken an der Rezeption (man sind das immer Wege in diesen Hotels) und dann wollten wir lecker frühstücken.

 Yeah haaaaa!

Leider war der Himmel heute wieder sehr bewölkt. So hatten wir wenigstens Zeit für ein ganz gemütliches großes Frühstück mit Ei und Jimmy Dean Ground Meat. Erst gegen 11 am machten wir uns auf den Hidden Pinyon Trail, der direkt gegenüber des Campground startete.

Die Sonne wollte einfach nicht so richtig durch die Wolken scheinen und auf dem Rückweg fing es sogar an zu regnen. Trotzdem war es ein toller kleiner Hike mit meinen drei Cowboys,  mit ein wenig Klettern, und man hatte einen guten Einblick in die hauptsächlich durch Vulkanismus entstandene Landschaft. Der Kontrast zwischen dem roten und weißen Gestein sowie der grünen Pflanzen und dem schwarzen Lavagestein machte den Reiz dieser Landschaft aus.

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